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veröffentlicht: 03.10.07
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"Mendener Briefe" in Plunge |
| Die
"Crazy Quilters" in Litauen - Bericht von Mechthild Wahle
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"Mendener Briefe",
abgeschickt aus Menden von 12 Frauen der "Crazy Quilters", geschrieben
mit Leinenresten aus der Mendener Partnerstadt Plunge und im 1700
km entfernten Plunge gut angekommen.

Acht Frauen aus der Mendener Patchworkgruppe fuhren mit Mechthild
Wahle, die Leiterin der Gruppe und Ulla Amsler, die Organisatorin
der Reise und 1.Vorsitzende von "Hilfe für Plunge" zur Präsentation
ihrer Arbeiten nach Plunge.
Die wundervollen Bilder wurden bereits in diesem Jahr unter dem Titel
"Mendener Briefe" im Mendener Rathaus ausgestellt - farbenfrohe, mit
Mendener und Plunger Motiven gestaltete Zeichen der freundschaftlichen
Verbundenheit zwischen den beiden Städten.

Das empfanden auch die ca. 100 Besucher bei der Präsentation der "Mendener
Briefe" im Plunger Kulturhaus.
Die Veranstaltung wurde sehr passend mit lit. Volksliedern, gespielt
von 4 Schülerinnen der Plunger Kunstschule auf traditionellen litauischen
Zupfinstrumenten (Kankle) eröffnet.
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Der Plunger Kulturamtsdirektor Romas Matulis (linkes Bild, ganz rechts)
hob in seiner Begrüßung das vielseitige kulturelle Engagement von
"Hilfe für Plunge" und die Wichtigkeit des Austausches auf
der kunsthandwerklichen Ebene hervor.
Eine besonders schöne Freundschaftsgeste war seine Überreichung einer
langstieligen Rose an alle Mendenerinnen.
Mechthild
Wahle (li) mit der Spenderin
der Leinenreste Felicija Dauksiene (mitte) |
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Gut
besucht war der Demonstrationstisch
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Mechthild Wahle informierte das Publikum über Herkunft und Techniken
des Quiltens bzw. über die Herstellung der Patchworkarbeiten.
Eine große Resonanz fand dann das anschließende praktische Nähen und
das Zeigen der unterschiedlichen Techniken der Patchworkfrauen.
Verblüffend das sehr rege Interesse der Plunger Jugendlichen. Das
regionale Fernsehen, alle Plunger Zeitungen berichteten über diese
sehr gelungene, außergewöhnliche Ausstellungseröffnung.
Bei einem Glas deutschen Wein gab es noch viele anregende Gespräche.
Die meisten Frauen aus der Gruppe besuchten zum ersten Mal Plunge
und waren von den vielen eindrucksvollen Erlebnissen ganz begeistert:
Die Landschaft, die litauische Gastfreundschaft und die gut organisierten
Touren von Ulla Amsler, der 1. Vorsitzenden von "Hilfe für Plunge/Litauen
e.V." machten unseren Aufenthalt zu einem großen Erlebnis.
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große Bewunderung fand das "Menden-Bild"
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Am Ankunftstag, spät abends um 23.00 Uhr noch herzlich mit einem Büffet
von Freunden des Vereins begrüßt zu werden, ist keine Selbstverständlichkeit!
Wir fühlten uns sofort im deutschen Kulturzentrum in Plunge sehr wohl.
Am nächsten Tag trafen wir uns mit den beiden Vorsitzenden der Vereine
für geistig behinderte Jugendliche und Erwachsene und überreichten
ihnen 560 Euro, die wir während unserer Ausstellung in Menden durch
den Verkauf unserer Patchwork-Postkarten eingenommen hatten.
Unser Wunsch war es, dass die Behinderten dieses Geld für Ausflüge
oder Feste verwenden sollen. Bei der Geldübergabe im Versammlungsraum
der beiden Organisationen konnten wir uns überzeugen, dass weitere
Geldspenden nötig sind, denn z. B. ist der Fußboden derart beschädigt,
dass er eine Gefahrenquelle für die Benutzer ist.
Die beiden Vereine bedankten sich mit einer großen lustigen Stoffpuppe,
die sie selbst hergestellt hatten und die spontan zu unserem Gruppenmaskottchen
erklärt wurde.
Zwischen dem Aufbau unserer Ausstellung und der Eröffnung hatten wir
die Gelegenheit das Requiem von Verdi in der Orangerie des Schlosses
Oginskis zu genießen.
Diese grandiose Aufführung des Litauischen National Symphonie Orchesters
mit einem 60 Mitglieder starken Chor war ein Programmpunkt innerhalb
des großen Oginskis Festivals in Plunge. Übrigens, der Eintritt war
für alle frei!
Nach unserer sehr gut besuchten Ausstellungseröffnung waren wir zu
Gast auf einem einsam gelegenen Bauernhof aus dem 19. Jahrhundert.
An diesem Abend erhielten wir viele Informationen über einheimische
Kräuter und ihre Wirkung und konnten viele Sorten probieren.
Am nächsten sonnigen Morgen hatte Ulla Amsler für uns eine herrliche
Fahrt auf die Kurische Nehrung organisiert. Unser Ziel war zunächst
der Hexenberg in Juodkrante.
Auf diesem Hügel haben alle bekannten Holzschnitzer aus Litauen Skulpturen
aus der litauischen Sagen- und Mythenwelt aufgestellt - manchmal furchterregend,
manchmal lustig!
Ein Rundgang durch das alte Nida (Kurische Nehrung) mit seinen wunderschönen
Holzhäusern und Bauerngärten, ein Besuch des alten Friedhofes und
natürlich der Aufstieg zur großen Düne schloss sich an.

Zum Abschluss unseres Aufenthaltes in Plunge hatte Ulla Amsler noch
eine Überraschung für uns.
Nichtsahnend fuhren wir zu Marija, die uns bei Kerzenschein und Kaminfeuer
mit einem žemaitischen Essen überraschte.
Die einfachen sehr schmackhaften Rezepte werden seit 100 Jahren bereits
so zubereitet. Unbedingt muss dazu jedoch ein besonderer Schnaps getrunken
werden, der aus Roggen und Eichensaft gebrannt ist.
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Den
letzten Tag verbrachten wir in Vilnius, der Hauptstadt von Litauen
mit einer ausführlichen Stadtführung und einem letzten guten
Glas litauischen Bieres in einer gemütlichen Gaststätte in der
Altstadt.
Wir
werden Litauen und seine herzlichen Menschen in guter Erinnerung
behalten und sicher sind wir nicht das letzte Mal dort gewesen!
Zum
Gelingen der Fahrt haben natürlich auch die gute Organisation
von Ulla Amsler und ihre vielen Kontakte zu den Menschen in
Plunge beigetragen!
Das "Ausros-Tor", der Eingang
in die Altstadt von Vilnius. |
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