| Die beiden Vorsitzenden
des „Partnerschaftsverein Menden–Plunge
e.V.“ Ulla Amsler und Klaus Hoßbach
nahmen an einer viertägigen EU-Städtepartnerschaftskonferenz
in Schladming / Österreich teil.
Kommunale Vertreter aus deutschen Partnerstädten,
aus Partnerschaftsvereinen und auch Vertreter
aus osteuropäischen Partnerstädten
in Tschechien, Polen, Ungarn und Slowenien tauschten
sich aus, lernten neue Projekte und deren Finanzierungs-möglichkeiten
kennen.
Die sehr gastfreundliche Stadt Schladming hat
6 Partnerstädte u.a. Pisek aus Tschechien
und Wetzlar in Deutschland.
Wetzlar ist in diesem Jahr ebenfalls eine offizielle
Partnerschaft mit Pisek eingegangen. An diesem
Beispiel wird deutlich, dass eine Vernetzung
der Partnerstädte untereinander noch mehr
zu einem besseren Verständnis in Europa
beiträgt.
Leider kam die geplante Teilnahme einer Vertreterin
unserer Partnerstadt Plunge nicht zu Stande!
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| Die Tagungsteilnehmer
beim offiziellen Foto auf der Treppe des
Sporthotels in Schladming |
Eine wichtige Tatsache wurde von
allen Teilnehmern hervorgehoben – die
partnerschaftlichen Beziehungen zwischen ost-
und westeuropäischen Gemeinden gestalten
sich oft schwieriger, als die mit nur westeuropäischen
Partnern.
Allein die Finanzierung der Reisen in die westeuropäische
Partnerstadt kommt meistens ohne finanzielle
Unterstützung aus dem Westen nicht aus.
Das Bestreben aller partnerschaftliche Beziehungen
sollte jedoch sein, so viele unter-schiedliche
Bürgerbegegnungen wie möglich durchzuführen,
denn Freundschaften können nur durch persönliches
Kennenlernen entstehen.
Die immer noch schwächere wirtschaftliche
Situation für die meisten Menschen in Osteuropa
schließt oft eine zusätzliche finanzielle
Belastung aus, sowie eine private Unterbringung
der westlichen Gäste aufgrund der Lebenssituation
der Gastgeber.
Es gibt mittlerweile im Internet eine Liste
mit Gemeinden in Deutschland, die gerne eine
Partnerstadt in den jungen östlichen EU-Ländern
haben möchten.
Die Konferenzteilnehmer waren sich einig, dass
dann vor einem offiziellen Abschluss die Kommunen
sich der Besonderheiten einer solchen Städtepartnerschaft
bewusst sein sollten.
Natürlich helfen Ost–West-Partnerschaften
auf beiden Seiten Vorurteile abzubauen, gegenseitige
Ängste zu beseitigen, die oftmals fremde
Geschichte des Landes sowie seine Traditionen
kennen zu lernen und die Schönheiten des
Landes mit seinen Menschen aufzunehmen.
Die Sprachbarrieren wurden ebenso angesprochen,
denn östliche Sprachen sind für Westeuropäer
fremd und für die meisten schwer zu lernen.
Fehlende Sprachkenntnisse sollten jedoch nicht
davon abhalten, partnerschaftliche Beziehungen
aufzubauen und auf eine breite Basis in der
Bevölkerung zu stellen. Zuerst ist eine
herzliches vorurteilsloses „Aufeinaderzugehen“
wichtig – alles Weitere entwickelt sich
dann in Eigendynamik!
Die ganzen positiven sowie negativen Sichtweisen,
Begleitumstände, Vorkommnisse in einer
Partnerschaft zwischen Ost- und Westeuropa,
die in dieser Konferenz angesprochen wurden,
sind den beiden Vertretern des „Partnerschaftsverein
Menden–Plunge e.V.“ nur allzu gut
bekannt, besonders das finanzielle Problem!
Die Konferenz beschloß zum Abschluß
eine Empfehlung an die EU in Brüssel weiterzuleiten,
dass Projekte mit osteuropäischen Partnergemeinden
vorrangig zu finanzieren sind.
Ob dies so sein wird, wird sich im nächsten
Jahr zeigen, denn dann plant der Verein mit
38 Plungern in Menden ein themenübergreifendes
Projekt über Umwelt, Soziales und Kultur.
Dies Projekt kann jedoch nur mit finanzieller
Unterstützung der EU, der Stadt, privater
Sponsoren und der Hilfe vieler Mendener Familien
durchgeführt werden. |