„Mit
den Störchen kommt auch wieder Ulla
Amsler nach Litauen“, so wurde die
1. Vorsitzende des „Partnerschaftsverein
Menden – Plunge e.V.“ in Plunge
begrüßt.
Dieses Mal kam sie jedoch nicht allein,
sondern mit ihrem Mann Peter und den beiden
Vereinsmitgliedern Renate und Heinz Hartmann.
Grund der Reise ins sonnige, aber noch kalte
Litauen war die schon lange geplante Scherenschnittausstellung
von Renate Hartmann im Plunger Kulturhaus.
Das Kulturhaus, ein gerade nicht schöner
Betonklotz, liegt im Zentrum der Stadt.
Mit seinen unterschiedlichen Räumlichkeiten
werden hier kulturelle Veranstaltungen aller
Art durchgeführt. |
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Die Kulturhaus-Kuratorin Zafira Leilioniene
(li) eröffnete offiziell vor ca. 130 Besucher,
vor der heimischen Presse und des litauischen
Fernsehens die Ausstellung, in der 90 Scherenschnittbilder
gezeigt wurden.
Renate Hartmanns Bilder erzählen kleine
Geschichten, stelle Szenen aus dem täglichen
Leben dar, zeigen Pflanzen und Tiere in ihrer
ganzen Vielfalt.
Die Ausstellungsbesucher waren begeistert über
die umfangreiche Auswahl und über die unglaublichen
exakten, bis ins Detail stimmige Arbeiten.
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Viel
Geduld, eine ruhige Hand und viel Zeit sind
die Voraussetzungen für so filigrane
Scherenschnitte.
So beträgt die Arbeitszeit für
einen Baum ca. 40 Stunden. |
Während
der Ausstellungszeiten wurden Postkarten mit
Scherenschnittmotiven zum Kauf angeboten. Den
Erlös spendete Renate Hartmann dem Plunger
Altenheim.

An vier Vormittagen führte die Mendener
Kunsthandwerkerin im Ausstellungsraum ganze
Schulklassen, viele interessierte Erwachsene
und sogar eine schwedische Besuchergruppe in
die Technik des Scherenschnittes ein.

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Eine
zweite Veranstaltung, die der Partnerschaftsverein
während des Aufenthaltes in Plunge
organisierte und die von der Plunger Stadtverwaltung
finanziell unterstützt wurde, war
ein litauischer Literaturabend mit Musik.
Das befreundete Schriftstellerehepaar
Violeta Slobinskaite und Gasparas Aleksas
(mi+re - oben links die Komponistin) trugen
ihre lyrischen Texte vor.
Eine fünfköpfige Musikgruppe
aus Vilnius, darunter drei Geistigbehinderte,
spielten dazu speziell komponierte Musik.
Die Mendener verstanden zwar nicht den
litauischen Text, aber die an sich schon
melodische litauische Sprache und die
eigene Vortragsweise, ließen die
deutschen Gäste mit Freude intensiv
zuhören.
Es war für Akteure und für das
Publikum ein außergewöhnlicher
Abend und ein gutes Beispiel für
eine gelungene Integration Geistigbehinderter. |
Die Stadt Plunge, in diesem Jahr litauische
Kulturhauptstadt, bietet seinen Gästen
und seinen Bewohnern unglaublich viele unterschiedliche
kulturelle Veranstaltungen an.
Es war für die Mendener sehr schwer, eine
Auswahl zu treffen.
Daneben gibt es auch noch im ganzen Land Veranstaltungen
zum 1000. Jahrestag der ersten urkundlichen
Erwähnung des Namens Litauen.
In Plunge wurde aus Anlass des historischen
Tages 1000 kleine Eichenbäume auf einem
riesigen freien Gelände außerhalb
der Stadt gepflanzt.
Ca. 700 Teilnehmer - Schüler, Lehrer, Jugendgruppen,
Politiker, Beschäftigte der Plunger Stadtverwaltung
pflanzten bei strahlendem Sonnenschein „ihre“
Eichen.
Ulla Amsler, als Ehrenbürgerin der Stadt,
wurde ebenso eingeladen eine Eiche zu pflanzen.

Es war ein großartiges Fest und es ist
zu hoffen, dass alle Eichenbäumchen auch
gedeihen, denn in Litauen hat es fast 3 Wochen
nicht geregnet!
Ein schöner Abschluss der zweiwöchigen
Reise, war die Jubiläumsfeier des Seniorenclubs
„Pilnatis“ (übersetzt „Vollmond“)
im Kulturhaus der Stadt.
Vor 10 Jahren wurde dieser Club von unternehmungslustigen
Plunger Senioren gegründet.

In Menden waren sie bereits zwei Mal zu Besuch.
Die internationalen Gäste aus Zypern, Italien,
Rumänien, Schweden und die 4 Mendener Freunde,
waren von den schwungvollen Tänzen und
Liedern der Gastgeber sowie der befreundeten
litauischen Seniorenvereine begeistert.
In Plunge ist es immer wieder zu bewundern,
wie die Menschen trotz der finanziellen Sorgen,
herzlich, fröhlich und stilvoll feiern! |